Bettina Wenzel, Projektmitarbeiterin der HDP GmbH, schildert, wie der Cusa-Hersteller in Hamburg aufgenommen wurde und die Einführung der Branchenlösung erfolgreich gestaltet werden konnte.
Die Cusa-Einführung ist größtenteils durch Mitarbeiter der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen (BGF) durchgeführt worden. Was war Ihre Aufgabe im Projektteam der HDP GmbH?
Ich habe den Bereich der technischen Installation und die Koordination der Drittpartner betreut. Wir haben mehrere Produkte im Einsatz: SmartDCI der Firma PKS, WebTa für die grafische Oberfläche von der Firma Fujitsu Siemens Computers (FSC), und das Zusammenspiel der Oracle- und Adabas-Datenbanken. Durchgeführt wurde die Einführung von Mitarbeitern der Software AG, FSC und PKS. Ich habe zudem das Produktfeld Rentenzahlverfahren koordiniert.
Wie wurden Sie als „Hersteller“ aufgenommen und wie war die Zusammenarbeit mit bei der BGF?
Hervorragend! Wenn man mit den jeweiligen Zuständigen gesprochen hat, waren alle kooperativ und haben sich eingesetzt. Anfangs waren viele etwas verhalten, sie merkten aber schnell, dass wir von HDP ein offenes Ohr haben und unterstützen wollen. Unsere Zusammenarbeit lief auf Augenhöhe ab und alle Beteiligten waren extrem motiviert.
Das klingt sehr positiv. Wie kann man sich Ihre Arbeit im Detail vorstellen?
Ich habe immer mit Einzelpersonen, zwei oder drei Leuten gearbeitet. Wir haben uns oft im Rechenzentrum zusammen gesetzt. Nachdem wir gemeinsam mit unserem Drittpartner die technischen Installationen erfolgreich abgeschlossen hatten, haben wir mit der Software-Installationen von Cusa begonnen. Ich habe dabei die Installation für das Rentenzahlverfahren betreut.
Des Weiteren musste Cusa auf den Kunden angepasst werden. Diese Adaption setzte sich aus vielen Einzelteilen zusammen, wie z.B. dem objektbasierten Regelwerk. Für diesen Bereich war eine Arbeitsgruppe zuständig, dies sich aus bis zu 15 BGF-Experten zusammenstellte. Diese Gruppe wurde von Gabriele Barth betreut. Die Teams wiederum setzten sich aus bis zu 15 Multiplikatoren zusammen.
Nach der Datenmigration hat diese Gruppe auch die Qualitätsprüfung der Daten aus der Datenmigration durchgeführt.
Sie sprechen die Datenmigration an. Was genau ist das Rentenzahlverfahren und welche Daten mussten umziehen?
Der Prozess des Rentenzahlverfahrens ist vom Rentenservice vorgegeben. Die Datenmigration sah dabei so aus, dass der Rentenservice den aktuellen Bestand zur Verfügung stellte, und diese Daten in die Bestandsdaten geladen wurden. Dabei handelte es sich um circa 30.000 bis 40.000 Renten. Ein Datensatz für diesen Prozess setzte sich dabei u.a. aus dem Namen, der Adresse, dem Zahlungsempfänger und dem Berechtigten zusammen. Diese Daten liegen beim Rentenservice vor. Die Zahlung findet anschließend ebenfalls über den Rentenservice statt.
Worauf musste bei einer Datenmigration besonders geachtet werden?
Beim Rentenzahlverfahren haben wir das Problem, das bestimmte Termine fest vorgegeben sind. Diese müssen eingehalten werden, ansonsten werden Renten nicht pünktlich gezahlt. Man muss während des laufenden Betriebes den Datenbestand abziehen und danach wieder einspielen. Innerhalb einer Woche musste der Kunde mit diesem Bestand produktiv arbeiten, um die nächsten Forderungen an den Rentenservice weiterreichen zu können. Das haben wir mehrmals geprobt. Dann wurde die Maschine abgestellt, die Stammdaten genutzt und die Migration für das Rentenzahlverfahren gestartet. Dabei mussten neue Fälle ein paar Tage auf die Bearbeitung warten. Innerhalb von nur drei Tagen konnten die ganzen anstehenden Änderungen für das Rentenzahlverfahren eingepflegt werden, und an den Rentenservice termingerecht gemeldet werden. Das Vertrauen unseres Kunden, dass das alles klappen wird, war vorhanden, und dementsprechend hat auch alles funktioniert.
Das klingt recht einfach. Gab es Probleme und wie ist das in vergleichbaren Projekten abgelaufen?
Alles lief so gut wie nach Plan. Ausgehend vom vorliegenden Datenvolumen von ein paar Millionen Unfällen ist die Migration innerhalb eines kurzen Zeitraumes abgelaufen. Die sehr gute Datenqualität aus der Migration ist ein Indiz dafür, dass diese Migration die HDP betreut hat, im Vergleich zu anderen Firmen und anderen Datenmigrationsprojekten richtig gut verlief.
bei der BGF wird nun seit Dezember 2008 mit Cusa gearbeitet. Gibt es bereits erste Erfahrungen mit dem Einsatz von Cusa?
Im Rentenzahlverfahren hatten wir keine Probleme und die BGF hat das sehr gut im Griff. Die Hälfte der Support-Anfragen sind Know-how-Anfragen, was ganz normal ist, wenn ein neues System eingeführt wird. Rückmeldungen zu Fehlern gab es nur wenige. Circa ein Drittel der gemeldeten Probleme, können zu Neuanforderungen gezählt werden.
Ein sehr umfangreiches Projekt ist gut abgeschlossen worden. Welches Fazit ziehen Sie nach dieser erfolgreichen Cusa-Einführung?
Das Besondere für mich war, dass die Datenmigration so problemlos funktioniert hat und dass die BGF mit einer sehr guten Datenqualität produktiv starten konnte. Die fehlerbedingten Rückmeldungen fielen dementsprechend gering aus. Dass dieses Projekt generell so vorbildlich gelaufen ist, lag auch an Gabriele Barth. Sie war oft in Hamburg und hat immer den persönlichen Kontakt aufrecht erhalten. Zusammenfassend kann man sagen, dass die positive Einstellung von beiden Seiten die wichtigste Basis dafür war, dass dieses Projekt so toll gelaufen ist.